Alternative Wohnformen im Alter

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Ratgeber
29.08.2019

Vielleicht fragen Sie sich daher gerade zum ersten Mal, wohin Ihr Weg Sie zukünftig führen wird oder Sie planen bereits den Umbau oder den Verkauf Ihres Eigenheims. Bei der Entscheidungsfindung sollten Sie zunächst für sich selbst die Frage klären: „Wie will ich im Alter wohnen?“ und sich über die einzelnen Möglichkeiten zu informieren. Beliebte Wohnformen im Alter sind zum Beispiel Senioren-WGs oder ein Mehrgenerationenhaus. Wenn Sie sich dafür entscheiden, in der eigenen Immobilie wohnen zu bleiben, spielen eventuell die Themen Umbau, Teilvermietung und Immobilienverrentung eine Rolle.

Überblick

 

In der Immobilie bleiben – Immobilienverrentung

Der demografische Wandel in Deutschland bringt das klassische und umlagefinanzierte Rentensystem in Schwierigkeiten, sodass die jüngeren Beitragszahler die Renten nicht mehr aus eigener Kraft erwirtschaften können. Aufgrund dieser Entwicklung werden Rentenmodelle wie die Immobilienverrentung, die sich aus Immobilienverkäufen speisen, attraktiv. In der Regel erfolgt der Immobilienerwerb über eine einmalige Kaufpreiszahlung. Bei der Immobilienverrentung zahlt der Käufer jedoch anstelle einer einmaligen Zahlung monatlich verzinste Raten. Die Ermittlung der Rentenzahlung erfolgt dabei nach den üblichen versicherungsmathematischen Grundsätzen und mithilfe von Rentenfaktoren des Statistischen Bundesamtes.

Im Unterschied zur klassischen Finanzierung bietet die Immobilienverrentung den Vorteil, dass die Vertragsgestaltung frei ist und die Konditionen nicht von einer Bank vorgegeben werden. Außerdem ist die Verwertung des Immobilienvermögens schon unter Lebenden geregelt, sodass Erbstreitigkeiten vermieden werden. Sowohl für den Verkäufer als auch für den Käufer bietet die Immobilienverrentung weitere Vorteile. Der Verkäufer kann bis zum Lebensende in seiner eigenen Immobilie wohnen bleiben und gleichzeitig seine Rente durch die monatlichen Zahlungen des Käufers aufbessern. Der Käufer profitiert wiederum davon, dass er die Raten direkt an den Verkäufer zahlt und nicht auf einen Bankkredit angewiesen ist.

 

Barrierefreier Umbau

Aktuell sind Sie vielleicht nicht darauf angewiesen, aber ein barrierefreier Zugang kann in Zukunft für Erleichterung sorgen. Außerdem ist ein barrierefreier Umbau sehr arbeits- und zeitintensiv und sollte frühzeitig geplant werden, solange Sie als Eigentümer noch fit und gesund sind. Zu den möglichen Umbaumaßnahmen rund um die Barrierefreiheit gehören zum Beispiel eine Verbreiterung von Haus- und Wohnungstüren, der Umbau von Duschen oder der Einbau von rutschfesten Böden. Im Hinterkopf behalten sollten Sie außerdem, dass ein altersgerechter Umbau teilweise mit hohen Kosten verbunden sein kann und ggf. Rücklagen erfordert. Zusätzlich müssen Sie womöglich über Wochen auf einer Art Baustelle wohnen. Eine Alternative zum Umbau ist der Umzug in eine altersgerechte Wohnung und der Verkauf des Hauses. Mit einem erfolgreichen Immobilienverkauf können Sie genug Geld gewinnen, das Sie beispielsweise in eine schöne Eigentumswohnung investieren können.

 

Immobilienteilung

Wenn viele Räume im Haus ohnehin nicht mehr genutzt werden, lohnt sich ein aufwendiger barrierefreier Umbau oft nicht. In einem solchen Fall kann eine Immobilienteilung die ideale Lösung sein. Eine zu große Immobilie ist oft eine Belastung und es bleibt die Frage offen: Wohin mit dem ganzen Platz? Eine Möglichkeit ist es, die eigenen Vier Wände zu teilen, zum Beispiel mit Familienangehörigen oder Fremdmietern. Die Teilung von Immobilien hat viele Vorteile. Neue Mitbewohner bieten soziale Kontakte, Unterstützung im Alltag und auch die Kosten für den Unterhalt können geteilt werden. Alternativ kann der andere Immobilienteil auch vermietet werden oder als Unterbringungsmöglichkeit für Pflegekräfte genutzt werden. Durch die Teilung können Sie auch im Alter in Ihrem Eigenheim wohnen bleiben und einen Aufenthalt im Pflegeheim vermeiden bzw. herauszögern.

Um eine Immobilie zu teilen, sind einige Dinge zu beachten. Die Räumlichkeiten sollten deutlich abgetrennt sein und mit einer guten Schallisolierung und ausreichenden Sichtschutzmaßnahmen ausgestattet sein. Darüber hinaus benötigen Sie eine Teilungsurkunde, in der geregelt wird, welche Flächen der Immobilie oder des Grundstücks gemeinschaftlich bzw. privat genutzt werden können. Damit die Teilungserklärung rechtskräftig wird, muss sie vom Notar beglaubigt werden und im Grundbuch eingetragen werden. Unbedingt zu beachten sind auch die anstehenden Umbaukosten. Sie sollten sich auf jeden Fall einen erfahrenen Immobilienprofi als Partner suchen, der Sie berät und Ihnen sagt, was sinnvoll ist und was nicht.

 

Mehrgenerationenhäuser

Früher war es normal, dass mehrere Generationen gemeinsam unter einem Dach gewohnt haben und sich gegenseitig unterstützt haben. Auch heute erkennen immer mehr Familien die Vorteile des Mehrgenerationenwohnens. Häufig wohnen die einzelnen Generationen in einer eigenen Wohnung, sodass jede Gruppe ihren persönlichen Rückzugsraum und die nötige Privatsphäre hat. Andere Familien legen mehr Wert auf die Gemeinschaft und teilen sich zum Beispiel Wohnzimmer und Küche. Da sich jede Generation in einer anderen Lebensphase befindet, können sich alle gegenseitig helfen. Die Großeltern können sich um die Kinderbetreuung kümmern und werden dafür zum Arzt gefahren oder beim Einkaufen unterstützt.

 

Senioren-WG

Eine WG ist nicht nur für Studenten eine praktische Wohnform, sondern auch für ältere Menschen und Senioren. Keine andere Wohnform bietet soviel Geselligkeit und Freiheit zugleich. Menschen einer gemeinsamen Generation bzw. die sich in einer gleichen Lebensphase befinden, wohnen zusammen und teilen sich die Kosten für Miete, Nebenkosten oder Reparaturen. Jedes WG-Mitglied hat ein eigenes Zimmer, Küche und Bad werden geteilt. Die WG-Bewohner können sich gegenseitig im Haushalt und auch bei sonstigen Fragen unterstützen und im Notfall ist immer jemand da.

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