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14.12.2022

Trendwende am Immobilienmarkt: Nachfragerückgang und sinkende Kaufpreise im Rheinland

Steigende Bauzinsen, Inflation, hohe Baukosten, Baustoffmangel, eine unsichere Gesamtlage – die Auswirkungen auf den Immobilienmarkt im Rheinland sind spürbar. So ist nicht nur in der Großstadt Köln, sondern auch in den umliegenden Kreisen die Nachfrage signifikant zurückgegangen. Auch die Anzahl der Immobilienverkäufe sinkt im Vergleich zum Vorjahr deutlich.

Sowohl in Köln als auch im übrigen Geschäftsgebiet der KSK-Immobilien macht sich die Trendwende bemerkbar. Im Vergleich zum ersten Quartal 2021 sank im zweiten Quartal 2022 das Interesse auf den Angebotsplattformen nach Häusern um 66 Prozent, das nach Eigentumswohnungen um 58 Prozent. Die Exposéabrufe auf der Homepage der KSK-Immobilien waren mit einem Rückgang von gut 13 Prozent im Jahresverlauf demgegenüber sogar recht stabil.

Laut Gutachterausschüssen ist auch die Zahl der Immobilienverkäufe gesunken: Im ersten Halbjahr diesen Jahres wurden 6,2 Prozent werden Häuser und 19 Prozent weniger Eigentumswohnungen verkauft als im Vorjahreszeitraum. „Die unsichere Gesamtlage in Kombination mit den massiv gestiegenen Zinsen hat dazu geführt, dass der Markt sozusagen eine Vollbremsung hingelegt hat“, sagt Matthias Wirtz, Leiter Research und Unternehmenskommunikation bei KSK-Immobilien.

Immobiliensuchende können aktuell trotz höherer Finanzierungskosten vom Nachfragerückgang am Immobilienmarkt profitieren: Ihnen bietet sich derzeit ein größeres Angebot an Kaufimmobilien. Und auch die Preise beginnen in einigen Segmenten leicht nachzugeben. Im dritten Quartal 2022 sanken die Preise für Eigentumswohnungen um 1,8 Prozent. Allerdings liegt das Preisniveau damit noch immer gute vier Prozent über dem Vorjahresquartal. Im Neubausegment hingegen ist von einem Rückgang der Preise bisher nichts zu erkennen – hier stiegen die Preise im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 18,9 Prozent.

Auch wenn die Preisspirale in manchen Immobiliensegmenten vorerst gestoppt ist – ein massiver Preiseinbruch am Markt sei aufgrund des weiterhin bestehenden Mangels an Wohnraumangebot nicht zu erwarten, so Wirtz. Man könne sich auf stabile Preise im Segment Eigentum und steigende Mieten einstellen. Denn viele Haushalte, die sich mit dem Thema Eigentum beschäftigten, können die monatlichen Tilgungsraten aufgrund der gestiegenen Bauzinsen nicht mehr stemmen. Wer sich dennoch räumlich verändern möchte, weicht auf den Mietmarkt aus.

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