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20.04.2022

Bauzinsen steigen – Was bedeutet das für die Hauspreise?

Seit einigen Monaten sind steigende Bauzinsen zu beobachten. Ökonom*innen erwarten im Jahresverlauf einen weiteren Anstieg. Was bedeutet das für den Wohnungsmarkt in der Region Köln/Bonn?

Im Zuge einer sich anbahnenden Zinswende in der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) sind in den vergangenen Monaten die Zinsen für die Immobilienfinanzierung spürbar gestiegen. Ein weiterer Grund für diesen Anstieg ist die Inflation, die in Deutschland im Februar bereits 5,1 Prozent betrug und die aufgrund des Krieges in der Ukraine weiter anziehen könnte. Eine anhaltende Teuerung führt im Allgemeinen dazu, dass Investor*innen Bundesanleihen oder Pfandbriefe aus ihren Depots nehmen. Infolge sinken die Kurse, was zu höheren Renditen und letztlich auch zu steigenden Kapitalmarktzinsen führt. Genau diese Entwicklung ist aktuell zu beobachten.

Doch nicht nur die Inflation schlägt auf die Immobilienfinanzierungen durch. Ein anderer Grund, der für weiter steigende Bauzinsen im Jahresverlauf sorgen dürfte, sind neue regulatorische Vorgaben der BaFin für Kreditinstitute. So wird den Banken und Sparkassen unter anderem auferlegt, zusätzliches Eigenkapital für Wohnimmobilienkredite vorzuhalten. Ökonom*innen erwarten in dieser Gemengelage weiter steigende Zinsen.

Was bedeutet diese Entwicklung für die Immobilienpreise?

Wenn die Kosten für die Finanzierung steigen, werden manche Immobilieninteressierte ihre Kaufabsichten womöglich zurückstellen müssen. Infolge ist ein leichter Nachfragerückgang zu erwarten.

Während eine zurückgehende Nachfrage im Allgemeinen zu sinkenden Immobilienpreisen führt, ist für den Wohnungsmarkt rund um Köln und Bonn hingegen nach Einschätzung der KSK-Immobilien keine Trendumkehr bei den Preisen zu erwarten. Denn das vorhandene Immobilienangebot reicht nach wie vor nicht aus, um den Bedarf und die unverändert sehr hohe Nachfrage in dieser Region zu decken.

Wie sollten Immobilienbesitzer*innen mit laufender Finanzierung reagieren?

Ein bis drei Jahre vor Ablauf der Zinsbindung besteht die Möglichkeit, sich das aktuell immer noch vergleichsweise niedrige Zinsniveau in einer Anschlussfinanzierung langfristig zu sichern. Es empfiehlt sich ein Gespräch bei der Hausbank, um ein Angebot für ein so genanntes Forward-Darlehen einzuholen. Wir bei der KSK-Immobilien vermitteln auf Wunsch den Kontakt zu den Baufinanzierungsberater*innen unserer Muttergesellschaft, der Kreissparkasse Köln, die gern für ein Gespräch zur Verfügung stehen – in den Filialen vor Ort als auch über digitale Kanäle in der medialen Beratung.

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