Weiteres Maßnahmenpaket der Bundesregierung: Auswirkungen auf die Immobilienbranche

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29.04.2020

Die Bundesregierung hat in einem erneuten Maßnahmenpaket
beschlossen, das Kurzarbeitergeld bei längerer Bezugsdauer deutlich zu erhöhen.
Ergänzend zu einzelnen Tarifverträgen, die sowieso schon höhere Ergänzungen für
die betroffenen Mitarbeiter/innen vorsehen, und dem Vorgehen vieler Betriebe,
die die entstehende Lohnlücke zumindest anfangs mindern wollten, wird so auch
über das Jahr 2020 hinaus den Arbeitnehmer/innen erst einmal eine Einkommenssicherheit
von mindestens 80 % Ihres Einkommens gegeben. Der Beschluss der Bunderegierung
sieht vor, dass das Kurzarbeitergeld für diejenigen, die
Corona-Kurzarbeitergeld für ihre um mindestens 50 % reduzierte Arbeitszeit
beziehen, ab dem 4. Monat des Bezugs auf 70 % (bzw. 77 % für Haushalte mit
Kindern) und ab dem 7. Monat des Bezuges auf 80 % (bzw. 87 % für Haushalte mit
Kindern) des pauschalierten Netto-Entgelts erhöht wird, maximal bis Ende
Dezember 2020.

„Die Unterstützung von Arbeitnehmer/innen in Kurzarbeit
bannt die Sorge vor Zwangsverkäufen. Das Thema eines sprunghaften Anstiegs von
privaten Zwangsverkäufen – aus unserer Sicht sowieso nicht zu erwarten – sollte
damit erst einmal endgültig vom Tisch sein. Zudem wird vielen Menschen aktuell
erst einmal der psychologische Druck genommen“, erklärt Matthias Wirtz.

Gleichzeitig bedeutet diese Entwicklung jedoch, dass das
Hoffen auf sinkende Preise in Folge eines dann höheren Angebots trügerisch ist.
„Eine solche Entwicklung sehen wir nicht“, so der Research-Experte. „Paaren und
Familien, die sich den Traum vom Eigenheim erfüllen möchten, ist nicht dazu zu
raten, diesen Wunsch aufgrund der Hoffnung auf sinkende Preise nun zu
verschieben oder gar zu begraben.“