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Immobilienverbund DAVE: „Mietendeckel sorgt nicht für mehr Wohnraum“

11.09.2019

Die Experten des Immobilienverbunds DAVE, auch die KSK-Immobilien sind Mitglied des Partnernetzwerks, sehen den Mietendeckel kritisch. Durch diese populistische Entscheidung werde die Wohnungsneubautätigkeit in den Kommunen verhindert, sodass die Menschen mit Bedarf durch den Mietendeckel nicht mehr Wohnfläche gewinnen würden.

Als Beispiel und Beleg für die DAVE-These führt Axel Quester von Armin Quester Immobilien aus Duisburg die Hauptstadt Berlin an: „Hier soll der geplante Mietendeckel zu mehr Wohnraum führen. Die Rechnung, die von Berliner Senatsseite hier aufgemacht wird, ist absolut unlogisch.“ Peter Schürrer, DAVE Geschäftsführer, Schürrer & Fleischer Immobilien Stuttgart, ergänzt: „Die Menschen, die dringend Wohnraum benötigen, bekommen durch den Mietendeckel nicht einen Quadratmeter mehr Wohnfläche.“

Sven Keussen von Rohrer Immobilien aus München vertritt die gleiche Meinung. Seiner Ansicht nach würden sich Mietendeckel sogar in doppelter Hinsicht negativ auswirken. Durch die Mietendeckel werde der zusätzliche Zuzug von Menschen mit mittleren bis höheren Einkommen begünstigt, die an den ohnehin begehrten Standorten nun sogar gefördert an günstigere Mietwohnungen gelangen würden. Gleichzeitig trage das zu einer verschärften Wohnungsnot in den geringeren Einkommensklassen bei. Zudem kämen regulierte Märkte bei Investoren nicht gut an. Sie zögen sich zurück, sodass tendenziell weniger Wohnbaupotenzial gehoben werde und gleichzeitig die Wohnqualität sinken würde. Als Lösung für neuen Wohnraum sollte laut Sven Keussen intensiv und zügig geprüft werden, inwiefern Ring- und Ausfallstraßen sowie Autobahnzufahrten in Ballungszentren überbaut werden können. Das hätte außerdem den Vorteil, dass sich die Lärmbelästigung und Abgase bei den ohnehin versiegelten Flächen reduzierten.

DAVE fordert schnellere Genehmigungsverfahren

Darüber hinaus fordern die DAVE-Experten schnellere Genehmigungsverfahren in Kombination mit einer verstärkten Ausweisung von Bauland sowie per se ein umfassendes Konzept zur Schaffung von mehr Wohnraum. Die Stadt Hamburg sei hier als Positivbeispiel hervorzuheben, da Hamburg im bundesweiten Vergleich an der Spitze der Neubautätigkeit liegt. Marc Antonio Unverzagt von Robert C. Spies aus Hamburg sieht dabei die funktionierende Zusammenarbeit zwischen Wohnungswirtschaft, Bezirken und dem Senat als Schlüssel. Auch in Köln ist die Problemlage bekannt. Matthias Wirtz, Leiter für den Bereich Research bei der KSK-Immobilien, berichtet, „dass die Wohnbauleitstelle, wenn sie einmal die Verantwortung für ein Projekt übernommen hat, sehr hilfreich ist. Einen Lotsen zu haben, der die Abstimmung bei und unter den unterschiedlichen Ämtern koordiniert und begleitet, hilft erheblich."

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