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07.12.2022

Rückläufige Baugenehmigungen sorgen für steigende Neubaupreise

Im September 2022 wurden 9,1 Prozent weniger Baugenehmigungen für Wohnungen erteilt als im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) vermeldet. Damit sinkt auch die Anzahl an Baugenehmigungen im Zeitraum Januar bis September 2022 im Vorjahresvergleich um 3,7 Prozent bzw. um 10.366 Wohnungen.

Während im Zeitraum Januar bis September 2022 die Baugenehmigungen für Wohnungen in Neubau-Wohngebäuden im Vorjahresvergleich einen Rückgang von 3,7 Prozent oder 9.042 Wohnungen verzeichneten, sank die Anzahl im Segment der Einfamilienhäuser mit 15,4 Prozent (11.173 Häuser) deutlich stärker. Dieser hohe Wert ist auch auf das Auslaufen des Baukindergelds zurückzuführen – die Fördermaßnahme galt für alle von Familien bis Ende März 2021 beantragten Baugenehmigungen. Dadurch wurden von Januar bis März 2021 rund 7.400 Einfamilienhäuser mehr genehmigt, als es im ersten Quartal 2022 der Fall war. Auch im Segment der Zweifamilienhäuser wurde ein Rückgang von 4,5 Prozent oder 1.088 Objekten verzeichnet. Allein bei den Mehrfamilienhäusern gab es einen Anstieg an genehmigten Neubauten: Es wurden 3,7 Prozent (5.142) mehr Wohnungen bewilligt, als im Vorjahreszeitraum.

Der Trend der rückläufigen Baugenehmigungen verstärkt den Druck auf den Wohnungsmärkten. Insbesondere der Mietwohnungsmarkt bekommt diesen Effekt zu spüren. Das zu geringe Angebot an Neubauimmobilien führt zu weiter steigenden Mieten und stabilisiert dadurch auch die Kaufpreise – für Kapitalanleger:innen eine wichtige Entwicklung, die Investitionen im Neubau noch interessanter macht. Entgegen des aktuellen Trends der rückläufigen Nachfrage und leicht sinkenden Kaufpreise für Bestandsimmobilien sehen wir daher weiter steigende Preise im Bereich Neubau.

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