Neueste Immobilienmarktdaten für das 4. Quartal 2019 liegen vor

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29.01.2020

Mietpreissteigerungen bei Bestandsobjekten

Bei der Wiedervermietung von Bestandswohnungen liegt die Mietpreissteigerung in der gesamten Region im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bei 3,9 Prozent. Besonders stark sind die Mieten zuletzt im Rhein-Sieg-Kreis angestiegen (+4,9 Prozent). Für eine mindestens 5 Jahre alte Wohnung liegt der Durchschnittspreis dort mittlerweile bei 8,49 Euro/m². Eine hohe Preisdynamik besitzt auch weiterhin die Domstadt Köln. Obwohl Bestandswohnungen in den guten Lagen (Stadtzentrum, Lindenthal, Ehrenfeld etc.) im Durchschnitt bereits 13,80 Euro/m² kosten, steigen die Mieten weiter – zuletzt um 4,7 Prozent innerhalb eines Jahres.

Unter den kreisangehörigen Städten heben sich Erftstadt (+10,4 Prozent), Siegburg (+8,0 Prozent) und Rösrath (7,7 Prozent) bei der Mietpreisentwicklung innerhalb eines Jahres positiv hervor. Außerhalb von Köln und Bonn besitzt bisher noch keine Stadt ein Mietniveau von über 10 Euro/m². Mit 9,82 Euro/m² ist Hürth jedoch kurz davor diese Marke zu überschreiten.

Stark gestiegene Kaufpreise für Eigentumswohnungen und Eigenheime

Die Kaufpreise für Eigentumswohnungen sind in den letzten 12 Monaten noch stärker gestiegen als die Mieten. In der gesamten Region Köln/Bonn liegt das Wachstum bei 12,5 Prozent. In den einzelnen Kreisen reichen die Steigerungsraten von 9,5 Prozent im Rhein-Erft-Kreis bis 14,9 Prozent im Rheinisch-Bergischen Kreis. Es handelt sich um einen positiven Preistrend, der mittlerweile auch flächendeckend die Gemeinden und Städte im Oberbergischen Kreis erreicht hat. Dort sind die Kaufpreise im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls stark um 11,7 Prozent angestiegen. Allerdings liegt das Preisniveau dort weiterhin deutlich unter dem Durchschnitt. Rund 1.545 Euro/m² sind im Oberbergischen Kreis für eine mindestens 5 Jahre alte Wohnung zu zahlen. Im Rhein-Sieg-Kreis und im Rheinische-Bergischen Kreis sind es im Mittel etwa 1.000 Euro/m² mehr. Trotzdem der durchschnittliche Kaufpreis für eine Bestandswohnung in Köln Ende 2019 mittlerweile bei 4.118 Euro/m² liegt, ist auch hier kein Ende des Preisanstiegs absehbar. Die Neubaupreise liegen im Durchschnitt bereits bei rund 6.000 Euro/m² und damit 12,9 Prozent über dem Vorjahreswert.
Nicht anders verhält sich die Preisentwicklung für den Kauf von Eigenheimen. Die Kaufpreise für Reihenhäuser und Doppelhaushälften sind im Bestandsegment um 6,3 Prozent angestiegen, für freistehende Eigenheime sind aktuell 8,6 Prozent mehr zu zahlen als noch vor einem Jahr. Der Durchschnittspreis für ein freistehendes Haus im Rhein-Erft-Kreis liegt Ende 2019 bei 520.000 Euro, im Rheinisch-Bergischen-Kreis gar bei 532.000 Euro.

B-Lagen profitieren

Die Research-Experten der KSK-Immobilien beobachten am Markt, dass die Nachfrager aufgrund des prekären Angebotsmangels verstärkt in sogenannte B-Lagen ausweichen.  Davon profitiert vor allem der Oberbergische Kreis, wo die Nachfrage deutlich angezogen hat. Im Durchschnitt können freistehende Eigenheime dort bereits für 302.000 Euro erworben werden, das sind allerdings 22,5 Prozent mehr als vor einem Jahr.