News
12.10.2021

Gegentrend Landleben: Zukunftsdörfer auf dem Vormarsch

Seit langem ist der Megatrend Urbanisierung in aller Munde. Aber bei jedem Trend entsteht mit der Zeit ein Gegentrend. Nun erfindet sich das Landleben neu und die Menschen entdecken die Vorteile zukunftsorientierter Dörfer. Das Leben abseits der Großstädte wird damit für viele immer attraktiver – nicht zuletzt beschleunigt durch die Coronapandemie.

Stadtmüde Umzugswillige entscheiden sich aus vielfältigen Gründen für einen Umzug aufs Land: Entschleunigung, Nachhaltigkeit, Immobilienpreise. Vielen Bewohner*innen ist aber trotzdem wichtig, eine Großstadt in der Nähe zu haben. Die sogenannten Downshifting-Dörfer beispielsweise liegen in bequemer Fahrdistanz zu einer Großstadt, bieten charmantes Dorfleben, sind aber gleichzeitig modern und zukunftsorientiert – ebenso wie ihre Bewohner*innen, die globales Denken und Leben in den lokalen, dörflichen Raum übertragen. Stichwort: Glokalisierung.

Laut Statistischem Bundesamt (Destatis) leben mehr als 40 Prozent der Deutschen in Gemeinden, die weniger als 20.000 Einwohner haben. In Dörfern mit 5.000 Einwohnern und weniger wohnen 14 Prozent der Deutschen. Der Megatrend Mobilität hat stark dazu beigetragen, dass Stadt und Land immer besser miteinander verbunden sind. Und auch durch das Konzept Homeoffice wird das Leben auf dem Land immer attraktiver.

Corona hat den Trend der Landrückkehr verstärkt. Denn die Vorteile des Stadtlebens gab es durch die Schließung gastronomischer und kultureller Einrichtungen und den Wegfall von Veranstaltungen auf einmal nicht mehr. Schon vor der Pandemie wollten acht von zehn Menschen nicht in der Großstadt leben und jede dritte Person verspürte den Wunsch nach einem Leben auf dem Land: Mehr Platz, mehr Natur und vergleichsweise moderate Immobilienpreise sind vor allem für junge Familien die Argumente, sich den Traum vom Eigenheim in dörflichen Gemeinden zu verwirklichen.

Auch im Geschäftsgebiet der KSK-Immobilien ist dieser Trend zu erkennen: Während die Rheinmetropole Köln und die umliegenden Gebiete sich schon immer großer Beliebtheit erfreut haben (und das auch künftig so bleiben wird), rücken nun auch weiter entfernte Gemeinden in den Fokus Immobiliensuchender. Gerade der Oberbergische Kreis und die Gemeinden im Osten des Rhein-Sieg-Kreises können von einer gestiegenen Nachfrage profitieren. Das lässt sich auch an den Immobilienpreisen erkennen: Während das Preisniveau in den dörflichen Gegenden allgemein zwar noch weit unter Durchschnitt liegt, steigen auch hier die Immobilienpreise kontinuierlich an.

Der Gegentrend der Zukunftsdörfer und des entschleunigten Landlebens bedeutet aber keineswegs eine Abkehr vom Megatrend Urbanisierung. Die Nachfrage in Städten wie Köln ist ungebrochen hoch und Metropolen werden weiterwachsen. Aber: Die Zukunftsdörfer mit ihrem Konzept des modernen Landlebens sind zur echten Alternative zum Großstadtleben geworden.

Weitere Ratgeber für Immobilienverkäufer