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09.06.2022

Baugenehmigungen +3,3 % zum Vorjahr

Die Anzahl an Baugenehmigungen ist im Jahr 2021 im Vergleich zu 2020 um mehr als drei Prozentpunkte gestiegen, so das Statistische Bundesamt (Destatis). Insgesamt wurde in 2021 der Bau von fast 381.000 Häusern und Wohnungen genehmigt – das macht einen Anstieg von rund 12.300 Genehmigungen oder 3,3 Prozent im Vorjahresvergleich.

Baugenehmigungen: Mann stempelt Dokument

Besonders bei den Zweifamilienhäusern (Doppelhäuser und Einfamilienhäuser mit Einliegerwohnung) gab es einen starken Anstieg von rund einem Viertel im Vergleich zum Vorjahr. Einfamilienhäuser wurden um 0,9 Prozent mehr genehmigt als 2020 und im Bereich der Mehrfamilienhäuser lag das Plus bei 2,2 Prozent.

Auch im laufenden Jahr 2022 setzt sich der Trend der steigenden Baugenehmigungszahlen weiter fort: Im Januar 2022 wurden 8,3 Prozent mehr Genehmigungen erteilt als im Vorjahreszeitraum. Durch das Auslaufen der KfW-Förderung gab es allerdings einen starken Rückgang im Segment der Einfamilienhäuser um -11,8 Prozent. Im Februar war ein leichter Rückgang von -6,6 Prozent im Vergleich zum Februar 2021 zu statieren und im März-Vergleich 2021 und 2022 lag ein Rückgang in Höhe von 3,6 Prozent vor.

Generell liegt die Anzahl an Baugenehmigungen für Bestandsobjekte und Neubauten aber weiter auf einem hohen Niveau – noch mehr Wohneinheiten wurden zuletzt im Jahr 1999 genehmigt.

Unklar ist, ob alle genehmigten Häuser und Wohnungen tatsächlich gebaut werden. Die aktuell hohen Baukosten, Liefer- und Kapazitätsengpässe können dafür sorgen, dass Baumaßnahmen nicht umgesetzt werden und es so zu einem Bauüberhang kommt. Dennoch sind die steigenden Zahlen an Baugenehmigungen positiv zu werten, denn so werden mehr Baufertigstellungen möglich und die Bauaktivität wird sich voraussichtlich erhöhen. Mitte des Jahres veröffentlicht Destatis die Zahl der Baufertigstellungen für das Jahr 2021, sodass dann eine Aussage über die reale Entwicklung der Bautätigkeit gemacht werden kann.

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