Kontakt

WEG-Reform – Eigentumsrecht wird überarbeitet

17.10.2018

Egal ob Vermieter oder Selbstnutzer, das Wohnungseigentumsrecht (WEG) betrifft alle Immobilieneigentümer. Die letzte Reform des WEG liegt mehr als zehn Jahre zurück. In diesem langen Zeitraum hat sich einiges getan: Immer wieder wurden Gesetze vom Bundesgerichtshof anders ausgelegt als bis dato in der Rechtsprechung üblich. Dadurch sorgte er an manchen Stellen für Klarheit, die im Gesetz nicht eindeutig geregelt waren. Jetzt steht eine weitere WEG-Reform an und wir informieren Sie über die geplanten Änderungen der Bundesregierung.

Vor über zehn Jahren wurde das WEG zuletzt reformiert. Jetzt sollen bekannte Schwachstellen und Lücken im Gesetz beseitigt werden. Schon auf der Justizministerkonferenz im Juni 2018 wurde beschlossen, eine Arbeitsgruppe für die geplante Reform einzurichten. Bereits im Koalitionsvertrag ist festgehalten, dass die Regelungen des Wohnungseigentumsrechts eine Reform benötigen und besser mit dem Mietrecht vereinbar sein sollen. Beispielsweise soll das Vorbereiten und Durchführen von Beschlüssen der Wohnungseigentümer bei baulichen Maßnahmen – etwa im Hinblick auf Barrierefreiheit, eine energetische Sanierung oder der Förderung von Elektromobilität – erleichtert werden. 

Im vorliegenden Diskussionsentwurf zur geplanten Reform des WEG werden in diversen Bereichen Änderungen vorgeschlagen. Die wesentlichen Punkte sind dabei unter anderem die „Werdende Wohnungseigentümergemeinschaft“ als neue Rechtsfigur, die für mehr Rechtssicherheit bei der Eigentumsumschreibung bei neu errichteten Wohnanlagen innerhalb der Gemeinschaft sorgen soll, und die Kostenverteilung bei baulichen Veränderungen am Gemeinschaftseigentum sowie die Abstimmung bei baulichen Veränderungen, die im Interesse der Gemeinschaft liegen. Durch die neue Kostenverteilung sollen Wohnungseigentümer die Möglichkeit bekommen, nicht nur die unmittelbaren Kosten der baulichen Maßnahme, sondern ebenso die Folgekosten per Mehrheitsbeschluss einzelnen Eigentümern aufzuerlegen. Darüber hinaus sollen bauliche Veränderungen, die von gemeinschaftlichem Interesse sind, nicht mehr der Einstimmigkeit unterliegen. Zukünftig müssen bei einer solchen Abstimmung drei Viertel der beeinträchtigten Eigentümer sowie mehr als die Hälfte der Miteigentümer zustimmen. Bei anderen Maßnahmen, unter anderem zur Modernisierung, zum Einbruchsschutz oder zur Barrierefreiheit, müssen zwei Drittel der Eigentümer und mehr als die Hälfte der Miteigentümer einverstanden sein. Allstimmigkeit ist nur notwendig, wenn sich die Eigenart der Wohnlage durch die Maßnahme ändert oder wenn ein Wohnungseigentümer gegenüber anderen unbillig beeinträchtigt wird. Für Maßnahmen der modernisierenden Instandsetzung soll auch zukünftig ein einfacher Mehrheitsbeschluss reichen.

Weitere inhaltliche Punkte, die Teil der geplanten Reform sind, sind eine erleichterte Beschlussfähigkeit – zukünftig sollen Eigentümerversammlungen unabhängig von der Anzahl der anwesenden Eigentümer bei vorheriger Einberufung beschlussfähig sein – und die Beschränkung der Rechte von Mehrheitseigentümern durch eine Mindestfrist für gerichtlich eingesetzte Verwalter, damit sie nicht ohne wichtigen Grund sofort abberufen werden können. Weitere Änderungen im Zuge der geplanten WEG-Reform betreffen den Verwaltungsbeirat, Anfechtungsklagen und die Verbindung von WEG und Mietrecht bei baulichen Maßnahmen.

Das könnte Sie auch interessieren

Corona und die rheinischen Immobilienmärkte – (noch) kein Grund zur Panik

02.04.2020

Wer Presse und Newsfeeds aufmerksam verfolgt, der hat in den letzten zwei Wochen auch eine Reihe an Überschriften mit dem Tenor „Die Wende am Immobilienmarkt“, „Jetzt platzt die Blase“ oder „Katastrophale Folgen für die Immobilienmärkte“ gelesen. 

Experten der KSK-Immobilien vertreiben innovative Seniorenapartments

31.03.2020

Der Megatrend demografischer Wandel macht auch vor dem Immobiliensektor nicht halt. Bedingt durch einen starken Zuzug und die hohe Anzahl von Einpersonenhaushalten ist in der Landeshauptstadt Düsseldorf der Wohnraum für Senioren knapp. Gerade altersgerechte und barrierefreie Wohnformen gibt es zu wenige – hier setzt das Konzept „Pures Leben new care“ des Projektentwicklers PRO URBAN AG an.

Corona-Krise: Keine Zeit für Panik an den Immobilienmärkten

30.03.2020

Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung hat am 30.03.2020 ein Sondergutachten zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie veröffentlicht. Dass diese auch Auswirkungen auf den deutschen Immobilienmarkt haben wird, steht außer Frage. Eine Einschätzung von Matthias Wirtz, Leiter Research bei der KSK-Immobilien.

Keine Entlastung der Wohnungsmärkte durch Neubauten in Sicht

23.03.2020

Das statistische Landesamt NRW hat diese Woche verkündet, dass die Baugenehmigungen für Wohnungen 2019 um 3,3 % gestiegen sind. Was sich auf den ersten Blick für viele Wohnungssuchende gut anhört, entpuppt sich laut Einschätzung von Matthias Wirtz, Leiter Research bei der KSK-Immobilien, bei näherem Hinsehen als doch eher enttäuschend.

KSK-Immobilien blicken auf erfolgreiches Geschäftsjahr 2019

06.02.2020

Die KSK-Immobilien, der Immobilienmakler der Kreissparkasse Köln, hat das Jahr 2019 vor dem Hintergrund steigender Immobilienpreise in der Metropolregion Köln/Bonn mit einer Umsatzsteigerung von 22,4 Prozent beendet. Die Zahl der vermittelten Objekte stieg auf 1.902. Den umsatzstärksten Geschäftsbereich bildeten dabei erneut die klassischen Bestandsimmobilien.

Vertriebsstart: neues Mikrowohnprojekt in Düsseldorf

31.01.2020

Im Februar starten die Mikrowohnexperten der KSK-Immobilien mit einem neuen Mikrowohnprojekt in Düsseldorf und unterstützen den Projektentwickler Pro Urban AG beim Vertrieb. Auf der Grafenberger Allee plant Pro Urban eine neue Apartmentanlage mit 108 Apartments aus der Projektreihe „Pures Leben“ und schafft damit passenden und zeitgemäßen Wohnraum in der Landeshauptstadt.

Diese Website verwendet Cookies

Auf verschiedenen Seiten verwenden wir Cookies, um die Nutzung bestimmter Funktionen unserer Website zu ermöglichen. Einige von ihnen sind essenziell, während wir andere dazu nutzen, unsere Website permanent zu verbessern, Inhalte und Anzeigen zu personalisieren und die Zugriffe auf unserer Website zu analysieren.

Unter Einstellungen finden Sie die Möglichkeit, Cookies individuell zuzulassen. Detaillierte Informationen, welche Cookies wir verwenden, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Wenn Sie auf „Standard“ klicken, akzeptieren Sie alle Cookies und genießen das bestmögliche Web-Erlebnis.

Eigene Einstellungen

  • Datenschutzeinstellungen

    Hier finden Sie eine Übersicht über alle verwendeten Cookies. Helfen Sie uns, Ihnen eine optimale Website zu bieten.

    Essenzielle Cookies:

    Diese Cookies sind unbedingt notwendig, damit Sie auf der Website navigieren und ihre Funktionen und Services nutzen können.

  • Dritte

    Wenn Cookies von externen Medien akzeptiert werden, bedarf der Zugriff auf diese Inhalte keiner manuellen Zustimmung mehr.
  • ,
  • Statistiken

    Statistik-Cookies erfassen Informationen anonym. Sie helfen uns dabei zu analysieren, wie unsere Besucher unsere Website nutzen (sog. Tracking)
  • ,
  • Marketing

    Marketing Cookies werden von Drittanbietern oder Publishern verwendet, um personalisierte Werbung anzuzeigen. Sie tun dies, indem Sie Besucher über Websites hinweg verfolgen.