Kontakt

Neubau: weniger Baugenehmigungen erteilt

26.08.2019

Auf dem deutschen Wohnungsmarkt ist vielerorts weiterhin nicht mit Entspannung zu rechnen. In der ersten Jahreshälfte 2019 wurden von Januar bis Juni rund 164.600 Baugenehmigungen erteilt. Das sind – verglichen mit dem ersten Halbjahr 2018 – ca. 2,3 Prozent weniger, wie aus einer aktuellen Meldung des Statistischen Bundesamtes hervorgeht.

Von den über 164.000 Genehmigungen entfallen laut Statistik rund 83.400 auf Wohnungen in Mehrfamilienhäusern. Das sind ca. 2.700 weniger Wohnungen als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Die Zahl der Baugenehmigungen für Einfamilienhäuser ist hingegen nahezu unverändert geblieben. Diese Zahlen sind ein Indiz dafür, dass kurz- bis mittelfristig nicht mit einer deutlichen Zunahme der Baufertigstellungszahlen in Deutschland zu rechnen ist. Denn ohne vorliegende Genehmigungen kann nicht gebaut werden.

Bedarf an neuen Wohnungen pro Jahr: 350.000 bis 400.000

Mehrere Experten gehen nach Berechnungen davon aus, dass pro Jahr zwischen 350.000 und 400.000 Wohnungen in Deutschland benötigt werden. Die Bundesregierung hat im Koalitionsvertrag ein Ziel von 375.000 neuen Wohnungen pro Jahr festgelegt. Im vergangenen Jahr sind allerdings insgesamt nur 287.352 neue Wohnungen entstanden – zu wenig für den vorhandenen Bedarf, der unter anderem aufgrund des Bevölkerungswachstums und der Alterung der Gesellschaft hoch ist. Um das von der Bundesregierung definierte Ziel zu erreichen, müsste die Anzahl an Baugenehmigungen auf rund 235.000 Wohnungen pro Halbjahr erhöht werden. Gegenüber den Zahlen vom 1. Halbjahr 2019 ist also eine Steigerung der Baugenehmigungen um 43 Prozent anzustreben – unter der Voraussetzung, dass weiterhin nur etwa 80 Prozent der genehmigten Wohnungen tatsächlich gebaut werden.

Wohnungsbau im Rheinland: Markt bleibt angespannt

Aus einer aktuelle Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft in Köln geht hervor, dass auch im Rheinland zu wenig gebaut wird. Demnach werden nur 46 Prozent des jährlichen Baubedarfs durch die derzeitige Neubauleistung gedeckt. Auch die umliegenden Regionen können die Nachfrage nicht auffangen, so wurden beispielsweise auch im Rhein-Erft-Kreis zuletzt nur 52 Prozent der benötigen Wohnungen gebaut. Im benachbarten Rhein-Sieg-Kreis liegt die Bedarfsdeckung gemäß IW-Wohnungsbedarfmodell bei nur 63 Prozent, im Rheinisch-Bergischen-Kreis und im Oberbergischen Kreis entspricht das Neubauniveau noch am ehesten den berechneten Bedarfen, aber auch hier ist 20 Prozent des Bedarfs nicht gedeckt. Im Ergebnis bleibt der Immobilienmarkt in Köln und der Region auch zukünftig sehr angespannt.

Das könnte Sie auch interessieren

KSK-Immobilien auch in den sozialen Medien

16.09.2020

Kennen Sie schon die Social-Media-Kanäle der KSK-Immobilien?

Neueste Immobilienmarktdaten für das 4. Quartal 2019 liegen vor

29.01.2020

Bei der Auswertung der aktuellsten Immobilienscout24-Marktdaten für das 4. Quartal 2019 stellen die Research-Experten der KSK-Immobilien fest, dass die Immobilienpreise in der Region auch im Jahr 2019 kontinuierlich stabil gestiegen sind. Das gilt für alle Segmente und nahezu alle Teilräume der Region Köln/Bonn.

Immobilienverbund DAVE erwartet Spannungen auf dem Immobilienmarkt 2020

10.01.2020

Der Immobilienverbund DAVE, in dem auch die KSK-Immobilien Mitglied ist, erwartet für den Immobilienmarkt im Jahr 2020 Spannungen aus politischen und konjunkturellen Risiken, die Investoren verunsichern könnten, beispielsweise der Mietendeckel.

Aktuelle Zahlen zur Bevölkerungsentwicklung in Köln

08.01.2020

Die Stadt Köln hat aktualisierte Bevölkerungsprognosen für den Zeitraum von 2018 bis 2040 veröffentlicht. Demnach wird die Kölner Bevölkerung in den nächsten 20 Jahren deutlich wachsen. Bis 2030 soll die Einwohnerzahl laut Prognose um 42.600 Einwohner steigen, bis 2040 um 68.000. Dementsprechend erhöht sich die Einwohnerzahl von ca. 1,08 Millionen im Jahr 2017 auf ca. 1,15 Millionen Einwohner im Jahr 2040.

Autofreie Innenstädte als Herausforderung für Bauträger

08.01.2020

Viele Stadtplaner haben eine Vision: die autofreie Stadt. Immer mehr Städte möchten den Pkw aus dem Verkehr verbannen, um Unfallzahlen, Schadstoffe und Lärm zu reduzieren. Es entstehen immer mehr autofreie Zonen, Parkflächen werden immer teurer oder verschwinden ganz. Das hat zur Folge, dass manche Wohngebiete – insbesondere in den Innenstädten – nur noch schwer erreichbar sind.

IT.NRW: aktuelle Schätzungen zu den Geburtenzahlen 2019

06.01.2020

Das statistische Landesamt Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) hat neue Schätzungen zu den Geburtenzahlen in Nordrhein-Westfalen für das Jahr 2019 veröffentlicht. Demnach wurden im vergangenen Jahr weniger Babys geboren als 2018. Die Research-Experten der KSK-Immobilien stellen einen Zusammenhang zwischen Geburtenzahlen und den resultierenden Veränderungen für den Immobilienmarkt her.

Diese Website verwendet Cookies

Auf verschiedenen Seiten verwenden wir Cookies, um die Nutzung bestimmter Funktionen unserer Website zu ermöglichen. Einige von ihnen sind essenziell, während wir andere dazu nutzen, unsere Website permanent zu verbessern, Inhalte und Anzeigen zu personalisieren und die Zugriffe auf unserer Website zu analysieren.

Unter Einstellungen finden Sie die Möglichkeit, Cookies individuell zuzulassen. Detaillierte Informationen, welche Cookies wir verwenden, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Wenn Sie auf „Standard“ klicken, akzeptieren Sie alle Cookies und genießen das bestmögliche Web-Erlebnis.

Eigene Einstellungen

  • Essenzielle Cookies

    Diese Cookies sind unbedingt notwendig, damit Sie auf der Website navigieren und ihre Funktionen und Services nutzen können.
  • Dritte

    Wenn Cookies von externen Medien akzeptiert werden, bedarf der Zugriff auf diese Inhalte keiner manuellen Zustimmung mehr.
  • ,
  • Statistiken

    Statistik-Cookies erfassen Informationen anonym. Sie helfen uns dabei zu analysieren, wie unsere Besucher unsere Website nutzen (sog. Tracking)
  • ,
  • Marketing

    Marketing Cookies werden von Drittanbietern oder Publishern verwendet, um personalisierte Werbung anzuzeigen. Sie tun dies, indem Sie Besucher über Websites hinweg verfolgen.