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Immobilienweisen ziehen positives Zwischenfazit – Wohnungsmarkt trotz Corona-Pandemie stabil

18.09.2020

Der Rat der Immobilienweisen, der mit seinem Frühjahrsgutachten jedes Jahr bundesweit eine große mediala Resonanz erfährt, hat außerplanmäßig ein Herbstgutachten zur Situation der deutschen Immobilienmärkte erstellt. Die Coronakrise hat es notwendig gemacht die Aus- und Nachwirkungen neu zu analysieren und zu bewerten. Es wird betont, dass die Corona-Pandemie zwar zu einem nie dagewesenen Wirtschaftseinbruch geführt hat, der Bereich der Wohnungswirtschaft allerdings nur marginal betroffen ist. 

Aktuell stellt es sich so dar, dass am Wohnungsmarkt keine wesentlichen Veränderungen durch die Corona-Pandemie hervorgerufen werden. Mehr als 99% der Mieter zahlen weiter pünktlich die Mieten und Kredite werden bedient. Unter anderem haben die Corona-Hilfen des Staates (Kurzarbeitergeld, Liquiditätshilfen für Selbstständige) dazu beigetragen die Zahlungsfähigkeit zu stabilisieren. Die gesunkenen Konsumausgaben der Haushalte haben sogar dazu geführt die Mietzahlungsfähigkeit zu erhöhen. Durch ausbleibende Ausgaben für Urlaube und Freizeitaktivitäten bei nur sehr gering sinkenden Einkommen haben die meisten Haushalte aktuell weniger Probleme ihre Miete zu zahlen als noch vor der Coronakrise.

Eine Berechnung für das Negativszenario eines nochmaligen Lockdowns zeigt, dass ca. 7,5 % aller Haushalte zu den „Gefährdergruppen“ gehören. Dabei handelt es sich um Selbstständige oder abhängig Beschäftigte, die in diesem Fall eine deutliche Einkommenseinbuße von mindestens 10 % hinnehmen müssten. Der Immobilienweise Herr Prof. Dr. Simons weist darauf hin, dass bei einem erneuten längeren Lockdown somit schlimmstenfalls 7,5 % der Haushalte ihren Konsum und damit ihren Wohnkonsum anpassen müssten, indem sie z.B. in günstigere Regionen ziehen. Dies könnte in den Großstädten zu sinkenden Mieten führen. Da es sich um ein Worst-Case-Szenario handelt und die Rahmenbedingungen ansonsten sehr stabil sind, vermutet der Experte jedoch, dass Corona nicht zu Trendbrüchen auf dem Wohnungsmarkt führen wird.

Nicht erwähnt wird in diesem Kontext, dass die Gefährdergruppen im Notfall die Möglichkeit haben ihren Einkommensrückgang anderweitig zu kompensieren, ohne den Wohnkonsum zu verringern. „Wir erwarten, dass die überwiegende Zahl der Mieter und Kreditnehmer im Krisenfall zunächst versuchen wird auf nicht unbedingt notwendige Ausgaben wie Urlaubsreisen, oder die Anschaffung von Luxusgüter zu verzichten. Auch die Abmeldung des zweiten PKWs führt zu Einsparungen. Die Reduzierung der Wohnkosten wird unserer Ansicht nach für die meisten Haushalte im ersten Schritt keine Option darstellen, da ein Umzug auch immer mit Kosten verbunden ist, das Risiko des Verlustes von bestehenden sozialen Kontakten in der angestammten Nachbarschaft bedeutet und oftmals eine weitere Verkleinerung der Wohnfläche gar nicht möglich ist.“ Erläutert der Immobilienexperte Stefan Kraschl aus dem Bereich Research der KSK-Immobilien. Eine Trendumkehr bei der seit Jahren anhaltenden Miet- und Kaufpreisentwicklung ist daher eher unwahrscheinlich.

Das Herbstgutachten der Immobilienweisen zeigt insgesamt, dass es weiterhin keine Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Wohnungsmarkt gibt. Vielmehr steigen die Kauf- und Mietpreise weiter an, was den Immobilienweisen Simons dazu bewegt hat seine vor drei Jahren getätigte Prognose über anstehende Preiseinbrüche zu revidieren. Für eine vollständige Entwarnung ist es dennoch zu früh. Ein weiterer Lockdown hätte gravierende Effekte auf die Wirtschaft und die Nachfragepräferenzen nach Wohnimmobilien. In einzelnen Teilräumen und Wohnsegmenten könnten in diesem Fall negative Folgen spürbar werden. 

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