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Autofreie Innenstädte als Herausforderung für Bauträger

08.01.2020

Viele Stadtplaner haben eine Vision: die autofreie Stadt. Immer mehr Städte möchten den Pkw aus dem Verkehr verbannen, um Unfallzahlen, Schadstoffe und Lärm zu reduzieren. Es entstehen immer mehr autofreie Zonen, Parkflächen werden immer teurer oder verschwinden ganz. Das hat zur Folge, dass manche Wohngebiete – insbesondere in den Innenstädten – nur noch schwer erreichbar sind.

In Hannover beispielsweise dürfen nur noch Lieferanten und Anwohner mit dem eigenen Fahrzeug in die Innenstadt fahren. Besucher aus umliegenden Städten und Gemeinden sollen ihre Fahrzeuge am Stadtrand parken und von dort Busse und Bahnen nutzen. Auch innerhalb der Immobilienbranche gibt es Befürworter von autofreien Quartieren und Innenstädten. Bis dato sind Projektentwickler und Wohnungsgesellschaften in den meisten Städten gezwungen, beim Bau von neuen Miet- und Eigentumswohnungen auch Parkplätze für die Autos der Bewohner zu schaffen. Dies wiederum hat zur Folge, dass größere Bauflächen angekauft oder Tiefgaragen unter den neuen Häusern angelegt werden müssen. Dadurch verteuert sich der gesamte Bau, was sich in hohen Wohnungspreisen und Mieten widerspiegelt.

Unterschiede im Mobilitätsverhalten von urbanen Zielgruppen und Familien auf dem Land

Dieser Meinung ist auch Matthias Wirtz, Leiter für den Bereich Research bei der KSK-Immobilien. Er plädiert für geringere Auflagen: Weniger Stellplätze würden bei vielen Projekten geringere Baukosten und somit bezahlbaren Wohnraum bedeuten. Zurzeit sind je nach Stadt zwischen 0,5 bis 1,2 Stellplätze pro Wohnung gesetzlich vorgeschrieben. Zudem würde ein Ende der Stellplatzpflicht viele Mieter und Käufer von Eigentumswohnungen nicht stören, ergänzt Wirtz. Urbane Zielgruppen hätten ein anderes Mobilitätsverhalten als klassische Familienhaushalte im ländlichen Raum. Familien auf dem Land seien oft auf zwei Autos angewiesen, weil beide Partner zu unterschiedlichen Arbeitsplätzen gelangen müssen. Auch zum Einkaufen in etwas entfernt gelegene Fachmarktzentren oder um die Kinder in die Kita zu bringen, werde ein Auto benötigt. In den Städten könnten für solche Wege öffentliche Verkehrsmittel genutzt werden. Einkaufsmöglichkeiten befinden sich meist in fußläufiger Entfernung zur Wohnung. Aus diesem Grund könne die bisher herrschende Stellplatzpflicht in den Städten entfallen. Für Projektentwickler bedeute dies, dass sie bei Neubauvorhaben keine Tiefgaragenstellplätze für die Pkws der Bewohner bauen müssten, sondern stattdessen Platz für Fahrräder, Car-Sharing oder Ladestationen für Elektromobile schaffen könnten. Allerdings sei den Anwohnern nicht geholfen, wenn fehlende Pkw-Stellplätze der Grund für eingeschränkte Kontakte zu Freunden und Bekannten seien und langsame Bus- und Bahnverbindungen den Weg zum Arbeitsplatz erschwerten, findet Wirtz.

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