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Ausbildung bei der KSK-Immobilien bietet auch in Coronazeiten vielversprechende Perspektiven.

15.05.2020

Die aktuelle Situation rund um das Coronavirus beschäftigt nicht nur Wirtschaftsakteure, Familien, Arbeitnehmer und Gesundheitsexperten. Auch junge Menschen, die bald in ihre Ausbildung starten oder sich aktuell auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz befinden, fragen sich, in welcher Branche eine Ausbildung noch Zukunftsperspektiven hat. Ein Interview mit Ina Neunkirchen, Leitung Personal bei der KSK-Immobilien, und Ausbildungskoordinatorin Catharina Feltre.

Bildet die KSK-Immobilien aktuell überhaupt noch aus?

Ina Neunkirchen: Selbstverständlich. Die Coronasituation hat auf unsere Ausbildungstätigkeit keinen Einfluss, wenn es darum geht, auch in diesem Jahr wieder Ausbildungsstellen zu besetzen. Als größter Makler im Rheinland bilden wir auch ab Sommer/Herbst 2020 wieder Immobilienkaufleute aus, zum 1. August dieses Jahres fangen bei uns vier neue Auszubildende an. Die Auszubildenden aus dem 3. Lehrjahr, die ihre Ausbildung dieses Jahr beenden, werden – sofern sie das möchten – übernommen.

Wie sieht es in Sachen Nachfrage aus – bewerben sich aktuell überhaupt junge Menschen auf Ausbildungsplätze?

Catharina Feltre: Die Ausbildungsplätze für dieses Jahr sind bei uns bereits seit Anfang des Jahres vergeben, daher haben wir aktuell keine Ausbildungsplätze aktiv ausgeschrieben. Trotzdem stellen wir Nachfrage fest und erhalten Initiativbewerbungen. Der Wunsch nach einer Ausbildung im Immobiliensektor ist also weiterhin vorhanden. Wir haben diesbezüglich keinen Rückgang an Bewerbungen verzeichnet.

Wie steht es um die aktuellen Auszubildenden – hat sich deren Ausbildung durch Corona verändert?

Catharina Feltre: In den „akuten“ Homeoffice-Wochen im März/April 2020 wurde natürlich deutlich mehr per Telefon und E-Mail kommuniziert, selbstverständlich auch in der internen Kommunikation mit unseren Auszubildenden, worauf sie sich aber schnell einstellen konnten. Alle Auszubildenden verfügen bei uns entweder über einen Laptop oder einen All-in-One-Computer, mit denen sie ihre Arbeit von zu Hause aus wie gewohnt fortführen konnten. Die Gesundheit unserer Auszubildenden stand natürlich zu jedem Zeitpunkt im Vordergrund, weshalb auch sie ab Mitte März im Homeoffice gearbeitet haben. Zudem haben wir sie aktiv in unsere Corona-Maßnahmen eingebunden, so haben sie beispielsweise an unserer Corona-Kundenhotline gearbeitet und unseren Kunden dort Fragen zu der aktuellen Situation beantwortet.

Ina Neunkirchen: Bei uns erhalten alle Auszubildenden standardmäßig zu Beginn ihrer Ausbildung ein Tablet, was ihnen in dieser Situation insbesondere das Lernen für die Berufsschule deutlich erleichterte. Die Berufsschule selber stellt Online-Vorlesungen zur Verfügung. Sicherlich kann es für Auszubildende zunächst eine Herausforderung sein, sich die Zeitfenster für Schule (Lernen) und Arbeiten zu Hause selber einzuteilen, wir haben jedoch die Erfahrung gemacht, dass viele Auszubildende, gerade in dieser besonderen Zeit, ihr Engagement zeigten, indem sie beispielsweise proaktiv nach Aufgaben gesucht und gefragt haben. Jetzt, nachdem aufgrund der Lockerungen viele Immobilienbüros wieder geöffnet haben, helfen die Azubis dabei, beispielsweise die Arbeitsplätze von Müttern oder Vätern, die aktuell noch im Homeoffice sind, um ihre Kinder zu betreuen, zu besetzen.

Müssen Auszubildende in diesen Zeiten andere Fähigkeiten mitbringen als sonst?

Catharina Feltre: Prinzipiell sind die gleichen Fähigkeiten gefragt, die wir auch ansonsten, ohne die Coronaproblematik, von unseren Auszubildenden erwarten. Jedoch sind ein regelmäßiger Austausch, auch über Telefon und/oder E-Mail, Telkos, Vikos etc., die Lust am Telefonieren, eine ausgeprägte Kommunikationsfähigkeit sowie ein hohes Maß an Flexibilität aktuell ganz besonders gefordert, was unsere derzeitigen Azubis jedoch lehrjahrgangsübergreifend ausgezeichnet meistern.

Macht es aktuell Sinn, eine Ausbildung bei der KSK-Immobilien anzufangen?

Ina Neunkrichen: Der Immobilienmarkt zeichnet sich nach wie vor durch eine hohe Stabilität aus, mittelfristig sehen wir in den meisten Assetklassen wenig Gründe für einen deutlichen Preisrückgang. Weder das Angebot noch die Nachfrage werden sich unserer Einschätzung nach mittelfristig substanziell verändern. Im Gegenteil: Der Bedarf an selbstgenutzten Immobilien ist ungebrochen hoch, einige Immobilienportale, darunter auch ErstRaum.de, das wir mitgegründet haben, verzeichneten für den ersten „Corona-Monat“ März sogar gestiegene Zugriffs- und Klickzahlen. Eine Ausbildung im Immobiliensektor bietet jungen Menschen daher nach wie vor vielversprechende Perspektiven.

Glauben Sie, dass die Coronathematik die Ausbildungssituation noch lange beeinflussen wird?

Catharina Feltre: Was die Nachfrage nach Ausbildungsplätzen und die Aufgabenbereiche der Auszubildenden betrifft, stellen wir aktuell keine weitreichenden Corona-Folgen fest. Dennoch werden die Aspekte Hygienevorschriften und Abstandsregeln sicherlich noch einige Wochen bis Monate bestehen bleiben, was auch die Einsatzpläne der Auszubildenden beeinflussen kann. So ist z. B. denkbar, dass die Einsatzorte der Auszubildenden aufgrund von angepassten Bürobesetzungen – wenn beispielsweise nur eine gewisse Anzahl an Mitarbeitern pro Immobilienbüro/Ladenlokal eingesetzt werden kann – oder Homeofficezeiten von Kollegen mit Kindern und/oder einem erhöhten Gesundheitsrisiko flexibler angepasst werden müssen. Einen negativen Einfluss auf die Qualität der Ausbildung oder die Lehrinhalte der Auszubildenden wird die Coronasituation bei uns nicht haben, die Ausbildungen können dank angepasster Kommunikationswege, zur Verfügung gestellter Hardware und Online-Angeboten der Berufsschulen weiterhin wie gehabt absolviert werden. 


Ob bzw. inwiefern die Coronasituation generell die Ausbildung in der Immobilienbranche bzw. das Ausbildungsverhalten der Unternehmen beeinflusst, erfahren Sie hier.

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