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Was kostet der Hausverkauf in Eigenregie?

03.02.2020

Viele Verkäufer unterschätzen häufig die Höhe der anfallenden Kosten eines Hausverkaufs in Eigenregie und auch den damit einhergehenden Zeitaufwand. Immobilienexperten haben nun den zeitlichen und finanziellen Aufwand der einzelnen Schritte im gesamten Verkaufsprozess untersucht.

Jahr für Jahr werden über 100.000 Wohnimmobilien in Deutschland in Eigenregie vermittelt. Dabei unterschätzen viele Käufer die zum Teil hohen anfallenden Kosten eines Verkaufs ohne Immobilienmakler und wissen oft nicht, welcher enorme Aufwand in zeitlicher und finanzieller Hinsicht hinter dem erfolgreichen Verkauf steht. Im Vorfeld herrscht oft keine genaue Vorstellung davon, wieviel Zeit und Geld allein in die organisatorischen Abläufe und die einzelnen Arbeitsschritte investiert werden muss. Immobilienexperten haben nun aufgeschlüsselt, wie hoch der Zeitaufwand über den gesamten Verkaufsprozess – von der Wertermittlung bis zur Schlüsselübergabe – ist und welche Kosten dabei anfallen.


Der gesamte Verkaufsprozess auf einen Blick:

  1. Wert ermitteln
  2. Unterlagen beschaffen
  3. Immobilienvermarktung
  4. Anfragen beantworten
  5. Besichtigungstermine
  6. Verkaufsphase
  7. Schlüsselübergabe

Wertermittlung

Das Bestimmen eines Angebotspreises erfordert im Vorfeld einen hohen zeitlichen und auch finanziellen Aufwand. Als in der Regel fachfremder Privatverkäufer muss man den Wert der eigenen Immobilie zunächst mal ermitteln. Um ein Gefühl für die Preise und Entwicklungen zu bekommen, muss der Immobilienmarkt über einen längeren Zeitraum beobachtet werden. Ein Gutachter bringt ein schnelleres und womöglich aussagekräftigeres Ergebnis, kostet aber auch ca. 1.500 Euro. Wenn der Preis ohne vorhergegangene Marktbeobachtung bzw. ohne die Erstellung eines Immobiliengutachtens „über den Daumen“ gepeilt festgelegt wird, besteht die Gefahr, dass der Preis entweder zu hoch oder zu niedrig angesetzt wird. Beides hat Nachteile für den Eigentümer: Bei einem zu niedrigen Preis, verschenken Sie unnötig Geld und bei einem zu hoch angesetzten Preis zieht sich die Vermarktungszeit unnötig in die Länge oder es findet sich nur schwierig ein Käufer.

Unterlagen

Wenn Sie eine Immobilie verkaufen möchten, benötigen Sie als Eigentümer umfassende Unterlagen, die zum Teil Geld kosten und zeitaufwendig zu beschaffen sind. Dazu gehören unter anderem die Betriebskostenabrechnung, ein Energieausweis oder ein Grundbuchauszug. Sollten wichtige Dokumente fehlen, verzögert das nicht nur den Verkauf, sondern kann auch mit Strafen einhergehen. Bei einem fehlenden Energieausweis drohen zum Beispiel bis zu 15.000 Euro Bußgeld.

Immobilienvermarktung

Bei der Vermarktung und der Schaltung von Immobilienanzeigen muss ebenfalls einiges beachtet werden. Um qualifizierte Käufer zu erreichen, ist es sinnvoll, die Immobilie mit einem ansprechenden Exposé und hochwertigen Bildern auf den bekannten Immobilienportalen zu inserieren. Dafür müssen Kosten von rund 900 Euro einkalkuliert werden. Für professionelle Bilder von einem Fotografen fallen weitere ca. 300 Euro an.

Anfragen

Je nachdem wie attraktiv das Exposé und die Nachfrage sind, melden sich mehr oder weniger Interessenten. Als Privatverkäufer müssen Sie alle Anfragen beantworten und qualifizierte Anfragen herausfiltern, um Interessenten für die Besichtigungen auszuwählen. Dafür sollten Sie als Privatperson einen Zeitaufwand von 10 bis 15 Stunden einkalkulieren. Zudem können Sie als Privatverkäufer nur schwer einschätzen, bei welchen Interessenten es sich nur um „Besichtigungstouristen“ handelt – also um Menschen, die gar keine echte Kaufabsicht haben, sondern nur mal schauen möchten, wie andere Menschen so wohnen bzw. wie luxuriös einige Häuser/Wohnungen ausgestattet sind.

Besichtigungen

Ein enormer Zeitfaktor beim Privatverkauf einer Immobilie sind die Besichtigungen. Die Immobilie muss vorbereitet werden, die Bewerber müssen eingeladen werden – idealerweise zu Einzelterminen – und jede Besichtigung muss persönlich durchgeführt werden. Terminabsagen und Ausweichtermine sowie die Nachbereitung der Besichtigungen, zum Beispiel die Beantwortung von Rückfragen und das Nachreichen von Unterlagen, beanspruchen viel Zeit. Erfahrungsgemäß sollten Sie für die Besichtigungen inklusive Vor- und Nachbereitung rund 30 Stunden einplanen.

Endspurt – Verkaufsphase

Wenn Sie den passenden Käufer gefunden haben, beginnt die eigentliche Verkaufsphase. Dazu gehören zunächst das erfolgreiche Aushandeln eines Verkaufspreises, das Prüfen der Finanzierung des potenziellen Käufers sowie das Aufsetzen eines rechtsgültigen Kaufvertrages beim Notar. Wenn der Käufer die geforderte Summe vollständig gezahlt hat, steht die Schlüsselübergabe an. Als Verkäufer sollten Sie für die Preisverhandlung und Kaufabwicklung mit einem Zeitaufwand von ca. 15 Stunden rechnen.

Fazit: rund 80 Arbeitsstunden bis zur Schlüsselübergabe

Wenn man alle erforderlichen Schritte addiert, verbringen Privatverkäufer von der Wertermittlung bis zur Schlüsselübergabe rund 80 Stunden mit dem Immobilienverkauf. Geht man dabei von einem Stundenlohn von ca. 25 Euro aus, entspricht die Arbeitszeit einem Gegenwert von 2.000 Euro.
Hinzu kommen weitere Kosten für Gutachten, Dokumente und die Vermarktung von rund 3.000 Euro. Demnach kostet der private Immobilienverkauf rund 5.000 Euro.
Darüber hinaus entspricht das erzielte Verkaufsergebnis oft nicht den vorherigen Vorstellungen, weil das Verhandlungsgeschick und die Erfahrung eines professionellen Immobilienmaklers fehlen. Wir von der KSK-Immobilien unterstützen Sie mit unserem immobilienspezifischem Know-how und über 20-jähriger Erfahrung auf Wunsch über den gesamten Verkaufsprozess. Sparen Sie nicht nur Zeit, sondern auch Geld, indem wir einen marktgerechten Preis für Ihre Immobilie erzielen. Unser Dienstleistungsspektrum reicht dabei von aussagekräftigen Immobilienbewertungen, Energieausweisen und Verkehrswertgutachten über ein professionelles Immobilienmarketing und die Durchführung von Besichtigungen bis hin zur erfolgreichen Kaufabwicklung und Schlüsselübergabe.

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