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Vermieter-Tipps: Wie lege ich den richtigen Mietpreis fest?

07.11.2019

Wenn Sie Ihre Immobilie vermieten wollen, gilt es hinsichtlich des Mietpreises einiges zu beachten. Wir sagen Ihnen, was Sie bei der Festlegung der richtigen Miete berücksichtigen sollten und wie Ihnen der Mietspiegel dabei hilft, die ortsübliche Miete für Ihre Immobilie zu bestimmen.

Bei der Berechnung des gesetzeskonformen Mietpreises müssen Sie als Vermieter die gesetzlichen Regelungen der im Juni 2015 eingeführten Mietpreisbremse beachten. Demnach darf die Miete bei Unterzeichnung des Mietvertrages maximal 10 Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen. Die Höhe der Vergleichsmiete können Sie im vor Ort gültigen Mietspiegel herausfinden. Doch worauf müssen Vermieter beim Lesen des Mietspiegels achten und wie lassen sich die darin enthaltenen Daten und Informationen richtig einordnen?

Einfacher und qualifizierter Mietspiegel

Als Vermieter sollten Sie sich ausführlich mit dem gültigen Mietspiegel beschäftigen, um Konflikte mit dem Gesetz im Nachhinein vermeiden zu können. Mithilfe des Mietspiegels kann entschieden werden, ob die Miete bei einer Neuvermietung mehr als zehn Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegt und demzufolge zu hoch ist. Der qualifizierte Mietspiegel, den größere Städte nach wissenschaftlichen Kriterien und statistischen Kennzahlen regelmäßig neu erstellen, ist deutlich aussagekräftiger als der einfache Mietspiegel, der meist in kleineren Gemeinden erstellt wird. Diese können einerseits den erforderlichen Aufwand nicht leisten, und andererseits ist die vorliegende Datenmenge oft zu gering für eine wissenschaftlich aussagekräftige Mietstatistik.

Die eigene Wohnung richtig einordnen

Um herauszufinden, ob die selbst festgelegte Miete den ortsüblichen Mieten entspricht, müssen Sie als Vermieter die Daten des gültigen Mietspiegels mit Ihrer vermieteten Wohnung abgleichen. Die Höhe des Mietspiegels wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst. Die Lage und der Standort der Mietimmobilie spielen dabei eine wichtige Rolle. In der Regel wird zwischen den einzelnen Stadtteilen unterschieden und der Markt somit in gehobene und einfache Lagen aufgeteilt. Von Bedeutung bei der Preisfindung sind ebenfalls das Baujahr der Immobilie sowie die Ausstattung. Letztere wird meist in einfache, durchschnittliche oder gehobene Ausstattung unterteilt. Dabei werden verschiedene Faktoren berücksichtigt: Dazu zählen unter anderem die Ausstattung von Küche, Bad und WC, die Wärme- und Schallisolierung sowie die Qualität der Bodenbeläge und Türen. Die Wohngröße ist ein ebenso wichtiges Kriterium bei der Ermittlung der ortsüblichen Miete. Bei kleineren Wohnungen sind höhere Quadratmeterpreise keine Seltenheit. Aus diesem Grund werden im Mietspiegel unterschiedliche Wohnungsgrößen aufgeführt, zum Beispiel Wohnungen mit einer Größe unter 60 m² oder Wohnungen mit mehr als 80 m².